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26.04.2002 | Baustoffe, Farben, Lacke und Möbel
Vergleich der Dauerhaftigkeit von Teakholz aus Plantagen und von Naturstandorten  
Bundesforsch. für Forst- und Holzwirtschaft  
Teakholz ist wegen seiner guten technischen Eigenschaften und seiner hohen natürlichen Dauerhaftigkeit (EN 350-2: Dauerhaftigkeitsklasse (DHK) 1) ein begehrtes Material für vielfältige Einsatzgebiete.  
Jedoch ist der Preis für gute Qualitäten von Naturstandorten (Burma, Thailand, Laos) sehr hoch (ca. 3.500 €/m³). Teak aus Plantagenanbau wird wesentlich preisgünstiger angeboten (ca. 1200 €/m³), allerdings bislang nur in kleinen Dimensionen; zudem wird es als weniger dauerhaft eingestuft (EN 350-2: DHK 1-3), ohne jedoch auf mögliche Ursachen einzugehen.
Zur besseren Einschätzung der Holzqualität wurde Teakholz aus Plantagen in Panama an der Universität München im Rahmen einer Diplomarbeit (B. Posch ???Physikalische und mechanische Untersuchungen an Teakholz (Tectona grandis L.f.) aus Panama“) untersucht. Hieraus kann gefolgert werden, dass sich die mechanischen Eigenschaften des untersuchten Materials nicht wesentlich von den aus der Literatur zusammengetragenen Werten für Teakholz unterscheiden. Das Institut für Holzbiologie und Holzschutz der BFH hat die natürliche Dauerhaftigkeit des selben Plantagenteaks von sieben Standorten unter Mitarbeit von Dr. Othman Sulaiman/Universiti Sains Malaysia geprüft. Zum Vergleich wurde Teak aus Naturwäldern in Burma einbezogen. Je Herkunft wurde Holz von drei Bäumen auf seine Dauerhaftigkeit und den Extraktstoffgehalt hin untersucht. Für die Dauerhaftigkeitsprüfung wurden die Proben hinsichtlich ihrer Lage zur Markröhre bzw. zum Splint beschrieben. In Anlehnung an EN 350-1 wurden die Proben 16 Wochen einem Befall durch den Braunfäuleerreger Coniophora puteana und den Weißfäuleerreger Coriolus versicolor ausgesetzt. Der Extraktstoffgehalt wurde an gemahlenen Holzproben durch eine sukzessive Soxlett-Extraktion mit Aceton und Chloroform ermittelt. Wegen des großen Probenumfangs und der langwierigen Extraktion wurden die Proben einer Herkunft bzw. einer Plantage gemeinsam extrahiert. Der Braunfäulepilz C. puteana verursachte nur geringe Masseverluste am Kernholz aller Teakbäume. Der Weißfäulepilz C. versicolor rief dagegen deutliche Masseverluste an dem Plantagenteak hervor, wobei an marknahen Proben (bis zu einem Baumalter von etwa 7 Jahren) Masseverluste bis zu 30% auftraten, während der Masseverlust bei einem Baumalter von mehr als 20 Jahren < 5% blieb. Jedoch wurde bei einem einzigen Baum ein ungewöhnlich hoher Masseverlust von 32 bis 43% ermittelt, der nicht durch die Lage der Probe im Stamm erklärbar war. Bei dem Naturwald-Teak wurden nach einem Befall durch C. versicolor Masseverluste zwischen 2,3% und 12,1% festgestellt, wobei auch hier die marknahen Bereiche eine geringere Dauerhaftigkeit aufwiesen. Die niedrigsten Extraktstoffgehalte traten im marknahen Bereich des Plantagenholzes (3,2% Acetonextrakt; 0,3% Chloroformextrakt), die höchsten im splintnahen Bereich von Naturwald-Teak auf (13,3% Acetonextrakt; 5,8% Chloroformextrakt). Allerdings bestand keine direkte Beziehung zwischen dem Extraktstoffgehalt des Holzes und dem durch Pilze verursachten Masseverlust.
Die Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass bei der Einstufung der natürlichen Dauerhaftigkeit von Teak aus Plantagenanbau in EN 350-2 zu recht von einer hohen Variabilität ausgegangen wurde. Dafür erscheint im wesentlichen der überproportional hohe Anteil an juvenilem, weniger dauerhaftem Holz in solchen Sortimenten verantwortlich zu sein.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Holzchemie und chemische Technologie des Holzes der BFH werden derzeit die Inhaltsstoffe des wenig resistenten sowie eines dauerhaften Plantagenbaumes detailliert untersucht. Die Arbeiten werden mit Teakholz von Plantagen aus Ghana fortgesetzt. Wir danken der Gesellschaft der Förderer und Freunde der BFH für die finanzielle Förderung.
[Leithoff, H.; Richter, H. G.; Sulaiman, O.]

Kontakt:
Dr. Matthias Ruetze Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft
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PF 800209, D-21002 Hamburg
Tel.: ++ 40/739 62-247, -250, -239, Mobil: 0171/938 6041, Fax: ++ 40/739 62-480
email:ruetze@holz.uni-hamburg.de

 
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